Fairtrade im Marktflecken

Der Wandertag „Zwischen den Jahren“ war der willkommene Anlass zur Vergabe der Fair Trade Plakette an den Verein „Natur- und Wanderfreunde“, Mengerskirchen.

Schon beim 25-jährigen Jubiläum im alten Jahr habe sich der Verein zum Ausschank und Verkauf von Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade und Keksen aus dem fairen Handel verpflichtet, erklärt Herbert Schuld, Leiter der Steuerungsgruppe Fair-Trade City.

Für das neue Jahr wünscht er dem Verein viel Erfolg in seinen gastronomischen Bemühungen und natürlich besonders gute Umsätze mit fairen Produkten, bei immer besser werdenden äußeren Bedingungen. Nach der Versorgung mit Strom im Jahre 2015 und der Integration einer Toilettenanlage in die Wanderhütte, gehe es in 2016 darum bei der Sanierung von Dach und Fach, neben dem großen Eigenengagement, auch um großzügige Unterstützung von Gemeinde und Sponsoren.

Für 60 Millionen Menschen weltweit habe in diesen Tagen das Wort „Wandern“ eine ganz andere, dramatische, existentielle Bedeutung. Trotzdem lasse sich der Bogen schlagen zur heutigen Auszeichnung des Vereins:
• Zum einen stehe das Wort „Natur“ im einem unauflösbaren Zusammenhang im Namen des Vereins, als Zeichen des Einsatzes für den Erhalt der Schöpfung
• Zum anderen trage jeder kleine Schritt, jede Aktivität im Rahmen von „Fair Trade City, Mengerskirchen“, usw. im weltweiten Verbund bei, zu einer gerechteren Weltwirtschaftsordnung, die den Menschen an dem Platz, an dem sie leben eine menschenwürdige Existenz ermögliche.

Gerade jetzt in der Flüchtlingskrise, in der vielen der Spruch von der Beseitigung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern flott über die Lippen gehe, sei es wichtig darauf hinzuweisen, dass man in Mengerskirchen schon vor mehr als 20 Jahren die Zusammenhänge erkannt und jetzt, mit der Bewerbung als Fair Trade City, einen weiteren Schritt getan habe.

Präsident Obama sagt: „wenn wir dem Klimawandel seinen Lauf lassen, dann sind die heutigen Flüchtlingsströme nur ein kleiner Vorgeschmack auf die gewaltigen Wanderungsbewegungen, die dann entstehen werden.“ Dem ist hinzuzufügen, wenn wir die heutigen Ungerechtigkeiten bestehen lassen, dann braucht es keinen Klimawandel und wenn beides zusammenkommt, dann lassen sich die Dimensionen nicht mehr beschreiben.

Dass die großen Klimakonferenzen, wie zuletzt in Paris wirklich ein Umdenken und Änderungen bewirken, können wir nur hoffen - mit Fair Trade im Einkaufswagen können wir selbst etwas für die Zukunft unserer Kinder und Enkel tun.