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Ein „Smiley“ für die Verkehrssicherheit

 - In Mengerskirchen weist ein Dialog-Display die Verkehrsteilnehmer auf ihre Geschwindigkeit hin –

Auch in Mengerskirchen werden jetzt die Verkehrsteilnehmer durch ein Dialog-Display darauf aufmerksam gemacht, mit welcher Geschwindigkeit sie durch den Ort fahren. Bei dem Dialog-Display handelt es sich um ein Gerät, das die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit eines Verkehrsteilnehmers misst und diese in Bezug zur zulässigen Höchstgeschwindigkeit setzt: Hält die Fahrerin oder der Fahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit ein, erscheint auf der elektronischen Anzeige ein Smiley, wird diese überschritten, leuchtet eine Ermahnung in Form eines negativen Smileys auf. Das Dialog-Display bedient sich somit des „Lob- und Tadel-Prinzips“. Das Nichteinhalten der zulässigen Geschwindigkeit kann mittels Dialog-Displays zwar nicht geahndet werden, die Verkehrsteilnehmer werden jedoch über eine unmittelbare positive oder negative Rückmeldung direkt auf ihr eigenes Verhalten aufmerksam gemacht und zum Einhalten der Höchstgeschwindigkeit im Sinne der Verkehrssicherheit motiviert.

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, der Allgemeinde Deutsche Automobil-Club (ADAC) Hessen-Thüringen e.V. sowie die Landesverkehrswacht Hessen e.V. stellten im Rahmen der Aktion „Ein Smiley für die Verkehrssicherheit“ 50 Dialog-Displays für den Einsatz in sensiblen Verkehrsbereichen zur Verfügung.

Da die Mengerskirchener Ortsvorsteherin Juliana Loch schon mehrfach die Anschaffung eines Dialog-Displays angeregt hatte, wurde Steffen Droß vom Ordnungsamt der Gemeinde mit der Teilnahme der Gemeinde an der Aktion beauftragt. Zur Freude des Ortsbeirates wurde Mengerskirchen aus den 287 Bewerbern gelost und erhielt nun ein kostenloses Display. Mengerskirchen war aus dem gesamten Landkreis Limburg-Weilburg der einzige Ort, der ausgelost wurde.

Bruno Reuscher, Leiter der Polizeistation Weilburg und Vorsitzender der Verkehrswacht Limburg/Weilburg, gratulierte der Gemeinde zum „Losglück“. Er regte an, das Display abwechselnd an verschiedenen Stellen in den fünf Ortsteilen aufzustellen, dies sei vorteilhafter und „erziehe“ schneller. Da die Montage des Gerätes zudem ohne Schwierigkeiten schnell zu bewältigen sei, sei ein Ortswechsel leicht durchführbar. Er empfahl zudem, die lachenden oder schmollenden Smileys besonders vor Kitas, Schulen oder Seniorenzentren zu installieren.

Nach Angaben des Hess. Staatsministers Al-Wazir ereignen sich rund 70 % aller Unfälle innerorts. Ursachen seien meist zu hohe Geschwindigkeit und zu geringe Aufmerksamkeit der Autofahrer. Dem sollen die Dialog-Displays entgegenwirken, weil sie anders als Blitzer jene Autofahrer mit einem Lächeln belohnen, die sich korrekt verhalten.

Bürgermeister Thomas Scholz zeigte sich erfreut über die kostenlose Überlassung des „Smileys“. Hiermit könne die Fahrdisziplin innerhalb des Orts besser „geschult“ werden. Er kündigte den Kauf eines zweiten Gerätes an, das rund 2500 Euro kostet.

Auch Ortsvorsteherin Juliana Loch freute sich darüber, dass sich der Wunsch des Ortsbeirates erfüllt hat und das Gerät zudem durch Losglück von Steffen Droß kostenlos erworben wurde. Juliana Loch beklagte sich darüber, dass viele Verkehrsteilnehmer an fast allen Ortseingängen die geforderte Höchstgeschwindigkeit nicht einhalten. Sie hofft, dass das neue „Dialog-Display“ zur Verkehrsberuhigung beiträgt und nur noch „Smileys“ angezeigt werden.

Geschwindigkeitsanzeige

Bürgermeister Thomas Scholz, der Leiter der Weilburger Polizeistation, Bruno Reuscher, Ortsvorsteherin Juliana Loch und Steffen Droß vom Ordnungsamt der Gemeinde Mengerskirchen freuen sich über das neue Dialog-Display für Mengerskirchen.